Freiwilligendienst und Ehrenamt im Ausland

Ganz unabhängig von Alter, Ausbildung und Sprachkenntnissen… bei entsprechender Motivation ist es immer möglich, einen Freiwilligendienst oder eine ehrenamtliche Arbeit zu leisten.

Die Vorteile dieser Erfahrung sind vielfältig: Lebenserfahrung sammeln, Sprachkenntnisse aufbessern, neue Kompetenzen erwerben und Bekanntschaften knüpfen, Freundeskreis und berufliche Kontakte erweitern. Mitunter können solche Erfahrungen auch bescheinigt werden. Kurz und gut, eine Bereicherung für dich und deinen Lebenslauf!

 

 

Europäischer Freiwilligendienst (EFD)

 

Du möchtest dich nützlich machen, einem Verein oder einer gemeinnützigen Organisation deine Hilfe anbieten und gleichzeitig fernab von Zuhause sein? Ein fremdes Land und eine fremde Sprache reizen dich? Der Europäische Freiwilligendienst gehört zum europäischen Programm « Erasmus + : Jugend in Aktion« . Das Engagement für gemeinnützige Projekte soll den Bürgersinn und die Solidarität in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt stärken.

Für Wen? Jugendliche von 13 bis 30 Jahren.

Wie? Suche einen Entsendeträger in deiner Nähe.

Wie lange dauert ein EFD? In der Regel 2 bis 12 Monate

Zu welchen Bedingungen? Besondere Vorbildung oder Sprachkenntnisse werden nicht verlangt.

In der Praxis bekommt der Freiwillige ein Taschengeld. Reisekosten, Unterkunft und Sozialversicherung werden übernommen. Ein kostenloser vorbereitender Sprachkurs gehört dazu.

Und nach der Rückkehr? Der Youth Pass bestätigt die bei dieser Erfahrung erworbenen Kenntnisse.

Für welche Art Projekt? Ökologische und kulturelle Projekte, Engagement gegen Rassismus, für Chancengleichheit… die Datenbank der Europäischen Kommission bietet Ideen und Beispiele.

 

Empfehlung

Sich vorzeitig kümmern: zwischen Antragstellung und Abreise vergehen mindestens sechs Monate.

Melden Sie sich bei Youthnetwork an, um eine Aufnahmeorganisation in Europa zu finden.

 

Gute Adressen
« Los gehts! »
«Der persönliche Vorteil, mehr über mich zu lernen, ein Jahr Lebenserfahrung»

 

Das Internationale Freiwilligenprogramm in Unternehmen V.I.E.

 

Das Internationale Freiwilligenprogramm in Unternehmen V.I.E. ist ein französisches Programm für internationale Mobilität von jungen Berufseinsteigern zwischen 18 und 28 Jahren in Unternehmen und steht Kandidaten der Europäischen Union offen. Die Teilnehmer am Internationalen Freiwilligenprogramm reisen für eine Dauer von 6 bis 24 Monaten zur Wahrnehmung einer vergüteten, dienstlichen Mission ins Ausland; dabei stehen sie unter dem Schutz einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft.

Das Programm, das sich hauptsächlich an Studenten, Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger im Alter von 18 bis 28 Jahren richtet, stellt eine bereichernde berufliche Erfahrung und zugleich ein Sprungbrett für eine internationale Karriere dar.

Alle Berufsbereiche sind gefragt: Finanzwesen, Marketing, internationaler Handel, Controlling, Rechnungswesen, Mechanik, Elektronik, Telekommunikation, Informatik, Hoch- und Tiefbau, Agrarwissenschaften, Tourismus, Jura, Humanressourcen… Auf der CIVIWEB-Website bieten neben den internationalen Konzernen auch KMU Missionen an. Alle Unternehmen mit gesellschaftsrechtlicher Struktur in Frankreich können das V.I.E.-Programm in Anspruch nehmen.

Das Internationale Freiwilligenprogramm ist nicht mit ehrenamtlicher Tätigkeit zu verwechseln. Die Programmteilnehmer erhalten monatlich eine Pauschalvergütung, die sich nicht nach dem Ausbildungsstand sondern dem Einsatzort im Aufenthaltsland richtet.

 

Internationaler Freiwilligendienst – IFD

 

Der internationale Freiwilligendienst (IFD) bietet die Möglichkeit, in ein Entwicklungsland zu gehen, um dort humanitäre oder entwicklungskooperative Arbeit zu leisten. Hier geht es hauptsächlich um soziale Projekte oder Arbeit mit Kindern (28%), Unterrichts- und Bildungswesen (24%), Gesundheit und Ernährung (21%).

Für Wen? Volljährige ohne Arbeit, die sich vollzeit engagieren wollen.

Für wie lange? Höchstens 6 Jahre in einem Leben, wobei jeder Vertrag auf 2 Jahre begrenzt ist.

Zu welchen Bedingungen? Diese Dienste werden immer bei durch das französische Außenministerium anerkannten internationalen Organisationen organisiert. Das Gesetz sieht vor, dass vor und während des Dienstes eine Begleitung stattfindet.

In der Praxis: Zu der Vergütung zwischen 100 € und 676 €, die dem Freiwilligen gezahlt wird, kommen Naturalleistungen (Übernahme von Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung) und ein Zuschlag (je nach Land) wegen Entsendung ins Ausland.

Der Freiwillige hat Recht auf Sozialleistungen.

Und danach? Die Rückkehrer erhalten eine soziale und berufliche Unterstützung und ihre Erfahrung fließt in die qualifizierende Anerkennung erworbener Kompetenzen ein. So kann diese Maßnahme dazu verhelfen, die in dem Dienst erworbene Erfahrung in einen Berufsabschluss umzuwandeln oder je nach Umständen zumindest dazu beizutragen.

 

Empfehlungen

Beachte die Vorurteile gegenüber humanitärer Arbeit. Hole Erkundungen ein und bereite dich gut vor, sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Das Verständnis für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Herausforderungen des Gastlandes macht es einfacher, der Bevölkerung zu begegnen und effizient zu handeln.

Denke an Impfungen (Gelbfieber, Typhus, Tuberkulose, Tollwut, usw.), sobald du die Teilnahmezustimmung erhalten hast. Denke auch daran, die Impfungen in ein internationales Impfbuch eintragen zu lassen.

 

Gute Adressen
Alix: Meine IFD in Madagaskar

 

Work camps

 

Work camps werden von verschiedenen Jugendorganisationen und Freiwilligendiensten angeboten. Work camps sind dazu da, Infrastrukturen für Erziehung, Hygiene und soziale Erfordernisse zu bauen, Wiederaufforstungskampagnen zu organisieren usw. Es geht nicht nur um den eigentlichen Arbeitseinsatz, Work camps sollen auch Begegnung und Austausch mit den Jugendlichen des Gastlandes fördern.

Die Vorbereitung zu dieser interkulturellen Begegnung – für die, die hingehen und die, die sie aufnehmen – ist der Schlüssel zum Gelingen eines Work camps.

Gemeinsam und nicht allein: für 6 bis 10 Jugendliche (generell)

Für wen? Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren mit französischer Staatsangehörigkeit, mit oder ohne berufliche Fachkompetenzen.

Wie lange? zwei Wochen bis 1 Monat, im Wesentlichen im Senegal, Benin, Burkina Faso, Marokko… Einige Work camps können auch in osteuropäischen Ländern oder in Ländern Südamerikas stattfinden.

Für welche Projekte? Renovierung oder Entwicklung durch Organisationen aus dem Norden oder mit Partnern aus dem Süden und für Schulen (z. B.: Bau oder Renovierung von Klassenräumen oder Schulen), Kultur (z. B.: Organisation von Theaterstücken), Sport (z. B. sportliche Begegnungen), Animation (z. B. Organisation von Kinderfreizeiten), Soziales usw.;

In der Praxis: Work camps für Jugendliche bieten keine besonderen Leistungen: keine Vergütung, keine Sozialleistungen. Nur Naturralleistungen (Reisekosten, Unterkunft) können je nach Jugend Camp und Projektpartner verhandelt werden.