Arbeit und Job in Europa

Neue Kompetenzen erwerben, über sich hinauswachsen, Sprachkenntnisse aufpolieren, selbstsicherer werden: es kann nicht genug betont werden, eine Arbeitserfahrung im Ausland ist in jeder Hinsicht bereichernd und… steht allen offen!

Freie Arbeit überall in Europa…

EU-Bürger dürfen in jedem Land der europäischen Union arbeiten, und ebenfalls in Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz. Eine Arbeitserlaubnis wird nicht gebraucht, man muss nur wollen. Das durch den europäischen Vertrag verbriefte Freizügigkeitsprinzip garantiert die gleichen Arbeitsbedingungen, die gleichen sozialen und steuerlichen Vorteile wie den Menschen des Gastlandes.

 

 

Für Wen?

 

  • Jeder, der für kürzere oder längere Zeit in ein anderes europäisches Land ziehen will, um dort seinen Beruf auszuüben.
  • Arbeitsuchende, die ihre Rechte auf Arbeitslosengeld unter bestimmten Bedingungen übertragen lassen können, um eine Arbeit in der EU und im europäischen Wirtschaftsraum zu suchen.

 

Bedingungen

 

Die Kenntnis der Landessprache ist Voraussetzung, um in einem Land arbeiten zu können.

 

Vorgehen

 

  • Informiere dich über das Zielland, dessen Wirtschaftssituation, Arbeitsmarkt, Arbeitsbedingungen und Einstellungsmethoden. Auskunft erhalten Sie bei Botschaften, Unternehmensverzeichnissen, bei der Arbeitsagentur, auf der Internetseite des europäischen Netzes der europäischen Arbeitsagenturen: EURES,…
  • Lassen Sie Ihre Abschlüsse und Qualifikationen anerkennen
    Bestimmte Berufe sind frei, andere unterliegen Regeln, informieren Sie sich beim Informationszentrum NARIC (Nationales Informationszentrum für akademische Anerkennung) des Gastlandes.
  • Arbeitssuche planen: Lebensläufe und Begleitschreiben in der Sprache des Landes schreiben. Denke an den europäischen Lebenslauf auf der Webseite Europass.
  • Schaue in den Stellenmarkt des Ziellandes: Zeitungen, Online, Jobbörsen und Stellenangebote.
    Melde dich kostenlos bei « My EURES » für Arbeitsuchende an: Du kannst deinen Lebenslauf anlegen und für Arbeitgeber und die EURES-Berater zugänglich machen, die Arbeitgebern bei der Suche nach Bewerbern behilflich sind; Du kannst auch per e-Mail die Stellenangebote deines Profils einholen. EURES, das europäische Portal zur beruflichen Mobilität, bietet über 1.250.000 in Realzeit aktualisierte Stellenangebote an.
  • Bereite dich auf Vorstellungsgespräche in der Landessprache vor.
  • Du bist eingestellt: die europäischen Richtlinien verpflichten zur Erstellung eines Arbeitsvertrags, der Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen beschreibt. Der Arbeitsvertrag unterliegt den Gesetzen des Gastlandes.

 

Empfehlung

  • Nimm Kontakt zu einem Eures Berater in Deutschland oder im Zielland auf: dieser wird dich zu rechtlichen, verwaltungstechnischen und praktischen Aspekten der Arbeitssuche in anderen Ländern beraten.
  • Achte darauf, einen entsprechend formulierten Arbeitsvertrag zu haben und prüfe die Bedingungen.

 

Gute Adressen
  • Die Webseite Expats Europe ist eine gute Auskunftsquelle. Man findet dort länderweise Blogs von Expats, die über ihre Erfahrungen berichten, Unternehmensverzeichnisse, ein Forum, Immobilienanzeigen. Kurz und gut, das Leben in jedem europäischen Land unter all seinen Aspekten.
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Das neue Instrument: der EU-Berufsausweis für Mobilität

 

Der EU-Berufsausweis für Mobilität (EPC) befindet sich noch in der Planung. Er soll die Mobilität von Arbeitnehmern in der europäischen Union fördern. Einzelziele des Berufsausweises:

  • Leichtere Anerkennung beruflicher Qualifikationen
  • Verbesserte Effizienz der Anerkennungsverfahren für Freiberufler, die einen reglementierten Beruf in einem anderen Mitgliedstaat ausüben wollen
  • Erhöhte Sicherheit durch Identifizierung von Personen mit Berufsverbot in ihrem Ursprungsmitgliedstaat
  • Einsatz elektronischer Verfahren (« elektronisches Zertifikat »)

Einzelne Berufe (Ärzte, Krankenpfleger, Ingenieure und Bergführer, Physiotherapeuten) haben bereits ihr Interesse an dieser EPC geäußert und entsprechende Arbeitsgruppen gebildet. Zwei andere Themenkreise werden untersucht: die Einführung eines Europäischen Berufsausweises für Immobilienagenten und die Weiterentwicklung der Regelungen für Apotheker.

 

Sommerjob, Saisonjob, Au pair…

 

Es ist auch möglich, einen Sommerjob oder einen Saisonjob zu suchen, vorausgesetzt du bist volljährig.

Wenn du deinen Job gefunden hast, bestehe auf einem schriftlichen Arbeitsvertrag.

Gute Sprachkenntnisse der Landessprache sind generell nicht Voraussetzung.

Saisonjobs finden sich meistens im Hotelgewerbe, Gaststättengewerbe und in der Landwirtschaft (Erntehelfer, Weinlese).

 

Wie kommst du an einen Job – mehrere Möglichkeiten:

  • Selbst suchen
  • Organisationen für Sprachaufenthalte bieten mitunter auch Sommerjobs an.
  • Denke an spanische Unternehmen im Ausland
  • Schaue in Verzeichnissen der Handelskammer nach
  • Frage bei den Organisationen der Partnerstädte deines Heimatortes nach. Unter bestimmten Bedingungen kannst du für einen Aufenthalt in den Partnerstädten deines Heimatortes ein Stipendium bekommen.
  • Schaue auch in Diskussionsforen vorbei.
  • Kennst du « WWOOFing« ? Eine sehr originelle Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts, ein guter Tipp, wenn du in der Umweltbranche oder in der Biolandwirtschaft arbeiten willst. Du wohnst dann zum Beispiel auf einem Biohof und teilst den Alltag mit den Hofeigentümern. Diese Möglichkeit besteht ebenfalls in Frankreich.

 

Au Pair Aufenthalt

 

Eine gute Möglichkeit, ganz in die Sprache und Kultur eines Landes einzutauchen, die sich bewährt hat, um Sprachkenntnisse kostengünstig und rasch zu verbessern. Zwischen Kinderhüten und Haushalt führen bleibt dem Au-Pair oft genug Zeit, um einen Sprachkurs in einer Universität vor Ort zu besuchen.

Die Altersvoraussetzungen und die Formalitäten wie auch die gesetzliche Arbeitszeit variieren von einem Land zum anderen. In Europa kann ein Au-pair ab dem vollendeten 17. Lebensjahr bei etwa 30 Wochenstunden als Au-Pair tätig sein, während in den USA Volljährigkeit Voraussetzung ist und etwa 15 Wochenstunden mehr verlangt werden.

 

Eine Au-Pair Stelle finden

Du kannst selbst nach einer Gastfamilie suchen. Es gibt Webseiten, die Au-Pair Bewerber und Gastfamilien miteinander in Verbindung bringen.

In diesem Fall musst du dich selbst darum kümmern um herauszufinden, ob die angesprochene Familie seriös ist und ob der Vertrag und die Arbeitsbedingungen stimmen…

Wenn du dich lieber unterstützen lassen willst, gibt es viele Organisationen für Au-Pair-Vermittlungen. Für diese Dienste fallen Gebühren an und die Leistungen sind unterschiedlich. Der Preis setzt sich zusammen aus einem Beitrag, Verwaltungskosten und einer Haftpflichtversicherung für die Au-Pair Arbeit; der Preis für die Hin- und Rückreise kann inbegriffen sein.

Um sich von der Zuverlässigkeit der Leistung zu überzeugen, ist es empfehlenswert, sich an eine geprüfte Organisation zu wenden.

Diese findest du hier: http://www.iapa.org/, http://www.ufaap.org/